Serbien - Belgrad

Juli 6, 2008

Belgrad SerbienBelgrad gehört nicht nur zu den ältesten Städten Europas, deren erste Siedlungsspuren bereits in das 3. Jahrhundert vor Christus zurückführen, sondern kann 2004 auch den 600. Geburtstag als Hauptstadt Serbiens begehen. Wer die lebendige Stadt am Zusammenfluss von Save und Donau samt ihrem Nachtleben umfassend kennen lernen möchte, der sollte 72 Stunden investieren - raten die Belgrader Tourismuswerber. Belgrad ist der politische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Mittelpunkt Serbiens. Viele internationale Messen und Kongresse finden hier statt. Zudem laden 50 Museen, 25 ständige Ausstellungen, Galerien und Sammlungen, über 20 Theaterbühnen sowie über zehn Bibliotheken, dazu mehrere internationale Theater-, Film-, Jazz-, Kinder- und Musikfestspiele, zwei Universitäten mit 32 Hochschulen, über 900 Sportobjekte, zahlreiche Parks und Ausflugsorte zum Besuch ein. Die Highlights des Veranstaltungskalenders sind das Filmfestival “FEST” im Februar, das internationale Theaterfestival “BITEF” im September und die Musikfestspiele im Oktober.

Belgrad SerbienDas Stadtpanorama wird dominiert von der alten Kathedrale, der St. Markus Kirche und der Kathedrale der Heiligen Save, eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt. Vom Wasser aus kann man den alten Stadtkern von Zemun-Gardos bewundern, das Naturreservat beim Zusammenfluss von Save und Donau, das Museum der modernen Kunst, die Belgrader Festung Kalemegdan sowie Ada Ciganlija, den beliebten Ausflugs- und Badeort. Das Nationalmuseum enthält neben mittelalterlicher und moderner serbischer wie jugoslawischer Kunst eine Sammlung von archäologischen Funden aus der Zeit von 7.000 bis 500 Jahre vor Christus - und belegt so eindrucksvoll die Jahrtausendalte Geschichte der Stadt. Deren Name taucht 878 als “Beli grad” (weiße Stadt) erstmals offiziell auf. 1404 eroberte Despot Stefan Lazarevic Belgrad und machte es zur Hauptstadt Serbiens. Nicht verpassen sollte man den so genannten “Belgrader Montmartre”, das alte Bohëme-Viertel Skadarlija im Zentrum der Stadt, entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier gibt es gemütliche alte Lokale, aber auch coole Szenetreffs - bestes Beispiel für eine alte Stadt mit frischem Elan. Denn wie ein Bon mot sagt, verbringen hier Einheimische wie Besucher “ihre besten Tage - bei Nacht”. Belgrad hat zudem ein umfangreiches Angebot an Mainstream- und Underground-Clubs, die sich nicht nur beim lokalen Publikum, sondern auch bei Besuchern besonderer Popularität erfreuen. Sechs Clubs in der serbischen Hauptstadt wurden beispielsweise für britische Clubber besonders ausgezeichnet, die eine Club-Szene mit einem pulsierenden und abwechslungsreichen Nachtleben suchen. Die alle im Zentrum Belgrads angesiedelten Clubs sind trendige Treffpunkte der Stadt und bieten im Vergleich mit den Club-Szenen anderer europäischer Städte große Preisvorteile. Zu den populärsten Clubs zählen das “Oh! Cinema” im Sommer als Open Air-Terrasse in der Festung Kalemegdan zu finden, das “Plato” und das “Elington’s” (letzteres im Hyatt Regency) mit ihren Jam-Sessions und Live-Jazz sowie der “Sargon Club” in den Kellern der Festung Kalemegdan, gänzlich gestaltet im Stil des alten Mesopotamiens. Tagsüber lockt die Fußgängerzone Knez Mihailova zum Einkaufsbummel. Ein Großteil der hier befindlichen Gebäude steht unter Denkmalschutz, stellen sie doch ein beeindruckendes Ensemble aus Repräsentations- und Privatgebäuden der späten 1880er Jahre dar. Heute ist die Straße der Mittelpunkt des Belgrader Einkaufszentrums, wo zugleich eine Vielzahl öffentlicher Gebäude angesiedelt sind: die Serbische Akademie der Künste und Wissenschaften, die Belgrader Bibliothek und das Kulturzentrum. Eine Besonderheit der serbischen Hauptstadt sind die zahlreichen Kaffeehäuser und die Hausboote entlang von Save und Donau, auf denen eine Vielzahl an Gastronomiebetrieben zu finden sind.

Südafrika

Juli 6, 2008

SüdafrikaSüdafrika wird im Westen, Süden und Osten von einem Gebirgswall umgeben. Man nennt diese aus vielen einzelnen Gebirgen bestehende Kette ein Randschwellengebirge oder Great Escarpment. Vor dem Escarpment verläuft ein zum Teil sehr schmaler Küstenstreifen, den man Lowveld nennt. Dieses Küstenvorland ist im Bereich des Indischen Ozeans niederschlagsreich und fruchtbar. Der westliche Teil hingegen ist eine Küstenwüste, bedingt durch den kalten Benguela-Meeresstrom des Atlantik. Pretoria, Südafrikas Hauptstadt, liegt rund fünfzig Kilometer nördlich von Johannesburg. Johannesburg, auch Joburg genannt, ist mit ihren zwei Millionen Einwohnern und zusätzlichen zwei Millionen aus Soweto, die größte Metropole in Südafrika.

SüfdafrikaSüdafrika ist mit Recht stolz auf sein reiches Naturerbe, das in den zahlreichen Naturreservaten und National Parks sorgfältig geschützt wird. Zu den Hauptattraktionen Südafrikas gehören sicherlich auch seine zahlreichen Nationalparks und Naturreservate allen voran der berühmte Krüger Nationalpark. Ein Geheimtipp für Touristen hingegen ist der Kalahari Nationalpark inmitten der Kalahari Wüste. Das Land ist Heimat für mehr als 300 Säugetierarten, mehr als 500 Vogelarten und mehr als 100 Reptilienarten sowie für unzählige Insektenspezies. Mit über 20 000 Pflanzenarten verfügt Südafrika zudem über eine extrem artenreiche Flora. Rund 8000 Arten konzentrieren sich auf die kleine westliche Kapregion. Ist der Reichtum an Blütenpflanzen geradezu überwältigend, so sieht es mit den Waldbeständen leider ganz anders aus. Nur ein Prozent der Fläche Südafrikas ist mit Wäldern bedeckt, fast ausschließlich im niederschlagsreichen Küstenstreifen des Indischen Ozeans und in den angrenzenden mittleren Höhenlagen des Randschwellengebirges. Der ursprüngliche Regenwald fiel dem Raubbau der Siedler weitgehend zum Opfer.

SüdafrikaSüdafrika ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Lange Jahre hatte Südafrika unter der Apartheid und weißer Herrschaft zu leiden. Neben der europäisch geprägten Kultur der Weissen stößt der Reisende auf eine völlig gegensätzliche schwarzafrikanische Kultur. Südafrika ist eine Art Vielvölkerstaat mit vielen schwarzen Nationen. Dies fällt besonders auf, wenn man erst durch eine total europäisch geprägte Stadt gefahren ist und dann in einem schwarzen Township, in einem schwarzen Dorf oder einem ehemaligen Homeland landet. Fährt man z.B. durch Durban, meint man in bestimmten Stadtvierteln plötzlich in Bombay zu sein. Die fleißige indische Bevölkerungsschicht spielt in Südafrika übrigens eine wichtige Rolle. Besonders in Kapstadt lebt eine große Zahl von Malayen. So vielseitig wie die Kulturen ist auch die südafrikanische Küche. Am wenigsten kriegt jedoch der europäische Reisende die schwarzafrikanische Küche vorgesetzt.

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