Curaçao

Juli 4, 2008

CuraçaoMit 68 ausgewiesenen, häufig küstennahen Tauchgebieten bietet Curaçao atemberaubende Unterwassergärten mit wundervollen Korallenriffs, Steilwänden und im flachen Wasser liegenden Schiffswracks. Hinzu kommt eine traumhafte Unterwassersicht von 20 bis 50 Metern, eine durchschnittliche Außentemperatur zwischen 21 und 29°C, sowie eine überwältigende Meeresflora und -fauna. Eine Umfrage, die kürzlich von „Rodale’s Scuba Diving“ durchgeführt wurde, bestätigte das, was erfahrene Taucher schon seit Jahren wissen: Curaçao ist ein Paradies für Taucher. Mehr als die Hälfte der befragten Taucher sind der Meinung, dass Curaçao eines der besten Tauchgebiete in der Karibik zu bieten hat. Beinahe 80 Prozent sind der Ansicht, dass die Insel überdurchschnittliche Tauchmöglichkeiten bietet. Für den Anfänger gibt es leicht zugängliche flache Bereiche von einem oder zwei Metern Tiefe, in denen weiche Korallenriffs, Seeigel, Hirnkorallen und mehrere verschiedene Arten tropischer Fische in Hülle und Fülle vorkommen. Der etwas erfahrenere Taucher stößt in einer Tiefe ab etwa fünf Metern auf große Kolonien der Elchgeweihkorallen und Feuerkorallen. Profis erleben dann in einer Tiefe von 10 bis 25 Metern eine der reichsten Unterwasserflora und -fauna der gesamten Karibik. Der „Mushroom Forest“ von Curaçao, zweifelsohne einer der Top-Tauchplätze der Welt, verdankt seinen Namen einer riesigen Menge an Sternkorallen, die einen „forest of mushrooms“, also einen „Pilzwald“ bilden, der aus einem sanft abfallenden Riff wächst. Der Wald bietet perfekte Verstecke für die erstaunlichsten Meeresbewohner. Taucher sind sich einig, dass man im „Mushroom Forest“ leicht mehrere Tage auf Tauch- und Entdeckungstour gehen kann.

CuraçaoPorto Marie, einem der bekanntesten Tauchplätze der Insel, sind zwei parallele Riffs mit einem dazwischen liegenden Tal die Heimat verschiedenster Meereslebewesen, zu denen auch so seltene wie der Flötenfisch, der Ammenhai, der Engelfisch und riesige Zackenbarsche gehören. Ein weiterer, weitgehend erforschter Tauchplatz ist „Tugboat Dive“, in dessen flachem Wasser in der Caracas Bay das Wrack eines Schleppers liegt. Hier begegnet man so außergewöhnlichen Meereslebewesen wie Muränen, Trompetenfischen, Engelfischen und Säulenkorallen. Der gesunkener Frachter „Superior Producer“ ist völlig mit orangefarbenen Kelchkorallen und mit Schwämmen überwachsen. Häufig trifft man an diesem Ort beispielsweise Barrakudas. Jedes Jahr findet zwischen dem fünften und zehnten September und zwischen dem fünften und zehnten Oktober eines der erstaunlichsten Unterwasserereignisse überhaupt statt. Die Fortpflanzung der Korallen ist ein unvergessliches Naturschauspiel bei dem mehrere Korallenarten und andere Wirbellose nahezu gleichzeitig ihre leuchtend bunten Fortpflanzungszellen in das Wasser abgeben. Taucher aus aller Welt kommen zu dieser Jahreszeit nach Curaçao, um dieses erstaunliche Ereignis live zu erleben. Die Insel Curaçao liegt kurz vor der Küste Venezuelas gerade zweieinhalb Stunden von Miami entfernt, ist Teil des Königreichs der Niederlande und liegt außerhalb des Hurrikangürtels. Diese tropische Insel verfügt über eine unvergleichliche Mischung aus Geschichte und Kultur, die einen Besuch zu einem einmaligen Karibik-Erlebnis werden lässt. Auch bekannt für ihren Öko-Tourismus und ursprüngliche Tauchbedingungen, zieht Curaçao Abenteuerreisende ebenso an wie Erholungssuchende.

Guadeloupe

Januar 27, 2008

GuadeloupeSie hat nicht nur die Form eines Schmetterlings: Die Antillen-Insel Guadeloupe zwischen Dominica im Süden und Montserrat im Norden ist mit den verschwenderischen Reizen der Natur und der französischen Lebensart ein verwöhnender Papillon der Karibik. Guadeloupe sowie die kleineren Nebeninseln Marie-Galante, La Désirade und Les Saintes bilden wie das weiter südlich gelegene Martinique ein Département d’outre-mer (Überseeisches Département) des Staates Frankreich. Überall auf Guadeloupe ist dies unübersehbar: Die französische Kultur - verwurzelt in der langen Kolonialzeit von 1635 bis 1946 - ist allgegenwärtig. Und verbindet sich auf elegante Weise mit dem karibischen Temperament und den tropischen Reizen der Insel. Nicht nur in der Küche zaubern kreative Köche aus mediterranen Traditionen und mittelamerikanischen Zutaten kulinarische Gedichte. Das berühmte französische Savoir vivre paart sich mit der herzlichen Lebensfreude der Karibik zu einem ansteckenden Lebensstil, dem sich Urlaubsgäste gerne ergeben. Darüber hinaus eröffnet Guadeloupe geradezu paradiesische Zustände: Malerische Badebuchten, Vulkanlandschaften und tropische Bergwälder, exquisite Hotelanlagen und alle erdenklichen Freizeitaktivitäten eines karibischen Traumurlaubs.

GuadeloupeNirgends zeigt sich der Einfluss der französischen Kultur auf Guadeloupe so deutlich wie in der Kochkunst. Die Tradition der französischen Küche geht mit den kreolischen Eigenarten und dem natürlichen Reichtum der Insel eine mehr als gelungene Allianz ein. Zu den Zentren des öffentlichen Lebens zählen auf Guadeloupe die bunten Wochenmärkte, allem voran das Inselzentrum Pointe-à-Pitre. Einwohner und Besucher verbringen hier viel Zeit, denn man kann es sich leisten, wählerisch zu sein. Wo die Gaben der Natur vom frischen Fisch bis hin zu tropischen Früchten derart hochwertig sind, spezialisiert sich der Käufer auf das Feinste vom Feinen. Dies merkt man auch in den unzähligen Restaurants der Insel, in denen es sich sprichwörtlich ”wie Gott in Frankreich” schlemmen lässt. Eine besonders beliebte Spezialität ist Blaff, gedünsteter Fisch mit Zitrone, Knoblauch und typisch kreolischen Kräutern. Ingwer, Muskat, Nelke und Zitronengras verfeinern mediterrane Köstlichkeiten und geben ihnen eine karibische Note. Die ursprüngliche kreolische Küche basiert auf Reis- und Bohnengrundlage, die entweder mit Fisch, Fleisch oder verschiedenen Gemüsesorten und einer herzhaften Würzung aus Chili oder Zimt abgeschmeckt wird. Dazu schmecken die frisch gepressten Säfte aus tropischen Früchte oder die leckeren Cocktails mit feinem Rum besonders gut.

GuadeloupeWandern und Wassersport - diese beiden “Disziplinen” unter den Urlaubsaktivitäten stehen auf Guadeloupe unangefochten an der Spitze. Schließlich zählen die Reize des Inselinnern sowie die Strände und die Unterwasserwelt zum Schönsten, was die Karibik zu bieten hat. Der rechte, östliche Flügel des Schmetterlings Guadeloupe, die Inselhälfte Grande-Terre, bietet vor allem Wassersportlern ideale Bedingungen. In den Urlaubsorten Le Gosier, Ste-Anne und St-François an der Südküste gibt es ein ausreichendes Angebot an Tauchausflügen, Wasserski-, Surf- und Schnorchelanbietern. Die vielen kleineren Buchten rund um die Insel, die von Land aus teils nur über unwegsame Felsabstiege erreicht werden können, sind ein beliebtes Ziel von Seglern. Die westliche Inselhälfte Basse-Terre lockt vor allem Wanderer und Naturliebhaber. Der Parc Naturel de la Guadeloupe, der fast das gesamte Innengebiet von Basse-Terre umschließt, wirkt wie ein großartiges Naturmuseum: Die Mondlandschaft um den aktiven Vulkan Soufrière und die tropischen Regenwälder mit ihren unzähligen Farngewächsen neben imposanten Wasserfällen sind ein unvergessliches Erlebnis. Von allen Urlaubsgebieten führen markierte Wanderungen ins Herz der Natur Guadeloupes.

GuadeloupeDem durch und durch französisch bestimmten Lebensstil von Guadeloupe verleihen die überwiegend afrikanisch-stämmigen Einwohner und die multikulturelle kreolische Lebensfreude der Karibik den nötigen Pep. Das Nachtleben auf Guadeloupe ist daher trotz des vielerorts etwas mondänen Tourismus insgesamt sehr lebhaft und karibisch ausgelassen. Überall in den Städten Pointe-à-Pitre, Basse-Terre und Capesterre-Belle-Eau erfüllen karibische Rhythmen die Luft. Restaurants, Cafés und Strandbars bieten ein buntes Abendprogramm. In den ausgewiesenen Hotelregionen finden sich auch größere Discotheken. In Pointe-à-Pitre wartet außerdem ein Casino auf Glücksritter. Alles in allem bieten Abendunterhaltung und Nachtleben auf Guadeloupe jede Menge Abwechslung. Wem das zu viel ist, der ist auf den zur Region Guadeloupe gehörenden Nachbarinseln Les Saintes, Marie-Galante oder La Désirade richtig aufgehoben. Hier kann man sich in den wenigen, erlesenen Urlaubsgebieten dem ungestörten Genuss eines karibischen ”Sun-Downers” in einer Strandbar oder im Hotel hingeben.

GualoupeAuf Guadeloupe verbindet sich die Kultur der ehemaligen französischen Kolonialmacht mit den Traditionen der Sklaven aus Schwarzafrika und der ganz speziellen karibischen Lebensart. Nur von den Ureinwohnern gibt es kaum noch Zeugnisse. Die Arawak und Kariben, die vor 2.000 Jahres den zentralkaribischen Raum besiedelten, nannten die Insel Kakukéra, ”Insel der schönen Gewässer”. Die Urheberschaft des Namens Guadeloupe schreibt man Kolumbus zu, der die Insel 1493 für die ”Alte Welt” entdeckte. Ab 1635 siedelten sich die ersten Franzosen auf der Insel an; sie begannen mit dem Zuckerrohranbau und importierten Sklaven aus Afrika für die Arbeit auf den Plantagen. Guadeloupe blieb in französischer Hand und erhielt am 19. März 1946 den Status eines Übersee-Départements. Die Einwohner sind Franzosen, sie haben bei den Wahlen zur Nationalversammlung uneingeschränktes Stimmrecht, die Amtssprache ist Französisch, die Währung der Euro. Trotzdem hat man heute auf Guadeloupe nicht das Gefühl, in Frankreich zu sein. Zu vielfältig sind die Einflüsse anderer Ethnien. Eine wichtige Bevölkerungsgruppe sind zum Beispiel die Inder, die im 19. Jh. nach der Abschaffung der Sklaverei die afrikanischen Arbeitskräfte auf den Plantagen ersetzten. So hat Guadeloupe heute ein vielfältiges, farbenfrohes Gesicht: Mit karibischer Lebensfreude und Toleranz begegnet man sich sowohl untereinander als auch gegenüber den Besuchern der Insel.

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