Wyoming - Yellowstone Nationalpark
Mai 25, 2008
Ein Besuch in Wyoming ist wie ein Ausflug in eine Zeit, als es noch keine Menschen gab. In einer kaum besiedelten Landschaft stößt man auf die faszinierendesten Naturwunder. Dazu gehört vor allem der Yellowstone Nationalpark, der älteste Nationalpark der USA. Landschaftlich scheint Wyoming zweigeteilt: Während sich im Osten riesige Grasflächen ausbreiten, die für Viehzucht und Ranches wie geschaffen sind, erheben sich im Westen, an der Grenze zu Idaho und Montana, die imposanten Gebirgszüge der Rocky Mountains. Eine solche landschaftliche Vielfalt bietet reichlich Lebensraum für eine große Tier- und Pflanzenwelt, zumal weite Teile des Staates bis heute unbesiedelt sind.
Die meisten Besucher zieht es vor allem in das westliche Gebiet mit dem sehenswerten Grand Teton Nationalpark und dem weltberühmten Yellowstone Nationalpark. Wie außergewöhnlich die Naturwunder sind, die sich im letzteren befinden, zeigt sich schon darin, dass ihre Bedeutung bereits sehr früh erkannt und die Landschaft schon im Jahre 1872 unter Naturschutz gestellt wurde. Die rund 9000 qkm große Fläche birgt eine faszinierende Wunderwelt aus geologischen Attraktionen: Man sieht dampfende Quellen und Naturpools, Schlammvulkane, Sinterterrassen und über 200 Geysire. Gut drei Tage braucht man, um alles zu besichtigen, wohin einen die asphaltierten oder mit Holzbohlen befestigten Wege führen, und weitere 95 Prozent des Parks sind reine Wildnis, die der Mensch nicht betreten darf. Trotzdem bekommen Besucher mit großer Wahrscheinlichkeit viele Tiere zu sehen, von Bibern über Hirsche und Elche bis hin zu Büffeln.
Trotz der geringen Bevölkerungsdichte kommen auch Feinschmecker in Wyoming auf ihre Kosten. Von der herzhaften Küche des Südwestens über internationale Spezialitäten bis hin zur Haute Cuisine ist hier jede Geschmacksrichtung vertreten. Das gilt sogar für den Yellowstone Nationalpark, in dem es die unterschiedlichsten Lokale gibt, egal ob man in einem eleganten Restaurant speisen oder lieber eine urige Westernkneipe aufsuchen möchte. Doch an einem Ort, in dem man sich der Natur so verbunden fühlen kann wie hier, ist ein Picknick unter freiem Himmel ein ganz besonderer Genuss, und dank der frischen Luft muss sicherlich niemand Appetitlosigkeit befürchten. Weit verbreitet sind Westernbars - immerhin befindet man sich hier in einem Cowboystaat. In den Südwesten der USA zu reisen, ohne die typische Küche zu probieren, hieße, sich so manche Gaumenfreude entgehen zu lassen. Die Gerichte sind meist herzhaft und sehr lecker. Zu den beliebtesten Hauptgerichten zählen Tortillas in allen Variationen, z.B. Fajitas, mit Fleisch, Paprika, Zwiebeln und natürlich Chili, das zu jeder guten Südwestmahlzeit unbedingt dazugehört.
Die atemberaubende Landschaft Wyomings, insbesondere des Yellowstone Nationalparks, verlockt natürlich vor allem zum Wandern. Wem diese Art der körperlichen Betätigung nicht ausreicht, dem steht ein umfangreiches sportliches Angebot zur Verfügung. Die meisten Sportarten lassen sich an der frischen Luft praktizieren. Dabei kann man zugleich die Naturschönheiten des Staates besser kennen lernen. Eine ausgezeichnete Alternative zum Wandern ist Radfahren, Mountainbiking, Joggen oder Reiten. Freunde des nassen Elements können ein- oder mehrtägige Ausflüge mit dem Kajak unternehmen oder mit Wildwasserrafting ein aufregendes Abenteuer erleben. Auch in den USA gehört Tennis zu den beliebtesten Sportarten und geeignete Tennisplätze finden sich fast in jedem Ort. Selbst Golf wird durch die schön gelegenen Plätze in Wyoming zu einem besonderen Erlebnis. Vor allem der gebirgige Westen Wyomings macht den Staat zu einem ausgezeichneten Wintersportrevier: Skifahren, Snowboarden, Schlittschuhlaufen - es scheint keine Wintersportart zu geben, der man hier nicht nach Herzenslust nachgehen könnte.
Wer nach einem aufregenden Großstadtleben sucht, ist in Wyoming sicherlich an der falschen Adresse. Die größte Stadt hat gerade einmal rund 50 000 Einwohner. Langeweile muss trotzdem niemand befürchten - auch hier gibt es einiges zu unternehmen. Vor allem Restaurants gibt es, wie in jedem anderen Teil der USA, überall. Selbst im Yellowstone Nationalpark findet man Lokale aller Art, von eleganten Restaurants bis zu rustikalen Bars, die aussehen, als wären sie aus der Zeit des wilden Westens übriggeblieben. Überall in Wyoming stößt man auf solche Lokale, die das Erbe des Cowboy-Staates bewahren. Zur Unterhaltung der Gäste stehen mancherorts sogar inszenierte Schießereien auf dem Programm. Im Sommer locken auch einige Ortschaften Besucher mit solchen Inszenierungen, wie etwa das Westernstädtchen Jackson. Zu den bekanntesten Cowboydarbietungen gehören sicherlich Rodeos, wie sie während der wärmeren Monate an verschiedenen Orten abgehalten werden. Das größte Open-Air-Rodeo wird Jahr für Jahr in Cheyenne veranstaltet. Die Frontier Days sind das größte amerikanische Fest dieser Art und werden von Indianertänzen sowie Country- und Western-Konzerten begleitet. Wem der Sinn eher nach modernerer Unterhaltung steht, hat die Wahl zwischen sehenswerten Museen, interessanten Theateraufführungen oder musikalischen Darbietungen. Während der Sommermonate finden in manchen Städten regelmäßig Open-Air-Konzerte statt, wie etwa in Casper. Hier kann man abends auch ins Planetarium gehen und sich den Sternenhimmel ganz nah heranholen.
Wyoming ist der am dünnsten besiedelte Staat der USA. Selbst in Cheyenne, der Hauptstadt und größten Ortschaft, leben nur etwa 50 000 Einwohner. Da bleibt auch außerhalb des Yellowstone Nationalparks reichlich Platz für unberührte, weite Landschaften. Gerade wegen dieser Weite haftet Wyoming heute mehr als allen anderen Staaten des Südwestens das Image als Cowboystaat an. Hier kann man sich gut vorstellen, selbst in Cowboy-Manier durch die Wildnis zu reiten und sein Essen am Lagerfeuer zuzubereiten. Sogar der Yellowstone Nationalpark, der nicht nur der älteste, sondern mit einer Fläche von rund 9000 km² auch der größte Nationalpark der USA ist, besteht trotz seines gut ausgebauten, rund 500 km langen Wegesystems zu 95 Prozent aus unerschlossenem Gebiet. Damit bietet er zahlreichen auch selteneren Tierarten ausreichend Lebensraum, wie zum Beispiel Grizzlybären. Doch auch außerhalb des weltberühmten Naturparks gibt es viel zu entdecken, wie etwa den ebenfalls bemerkenswerten Grand Teton Nationalpark oder den Devil’s Tower, einen gigantischen Monolithen, den vor allem Science-Fiction-Fans aus dem Film ”Unheimliche Begegnung der dritten Art” kennen. Auch wenn Wyoming vor allem wegen seiner Naturschönheiten bekannt ist, haben auch verschiedene Völker hier ihre Spuren hinterlassen. Geisterstädte wie South Pass zeugen von der Zeit des Goldrausches, andere Orte erinnern an die Zeiten der Revolverhelden und Kriege zwischen weißen Siedlern und amerikanischen Ureinwohnern. Auch eine längst vergessene Kultur hat sich hier verewigt. Westlich von Burgess Junction befindet sich ein Steinkreis, der mindestens 700 Jahre alt ist, dessen ursprüngliche Funktion aber bis heute rätselhaft geblieben ist.
Kanada- Vancouver
Dezember 28, 2007
Vancouver ist eine Stadt zwischen zwei Welten. Der lebhaften, Trends setzenden Westküste der USA und der unberührten Natur und endlosen Weite des kanadischen Westens. Entsprechend vielseitig zeigt sich die Metropole am Pazifik. Vancouver wird oft als die schönste Stadt Kanadas bezeichnet, ein Titel, den es vor allem seiner einzigartigen Lage verdankt: Die Stadt breitet sich im breiten Delta des Fraser River aus und ist von hohen Bergen, tiefen Wäldern und dem weiten Ozean umgeben. Im Gegensatz zu dieser eindrucksvollen Kulisse aus geradezu unberührt scheinender Natur steht die Stadt selbst, die mühelos mit jeder anderen Metropole konkurrieren kann. Hier gibt es weitläufige Geschäftszentren, Universitäten, Unmengen von Lokalen, gepflegte alte Häuser und moderne Glastürme. Es ist schon etwas Wahres daran, wenn die Einwohner der Stadt damit scherzen, dass man hier morgens Skilaufen, mittags Segeln und abends rechtzeitig zu Hause sein kann, um das Nachtleben zu genießen. Geradezu verblüffend ist die Zahl der außergewöhnlich großen Parkanlagen. Hier befindet sich zum Beispiel der vom Wasser umgebene Stanley Park, der als schönster Park Kanadas gilt. Einzigartig in Nordamerika ist der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden in Chinatown, eine traditionelle chinesische Gartenanlage. Einen Eindruck davon, wie Vancouver früher aussah, erhält man in der liebevoll restaurierten Altstadt Gastown, wo hübsche alte Gebäude zum Fotografieren und zahlreiche Läden und Galerien zum Schaufensterbummel einladen.
Die wenigsten Städte können mit einer so großen Vielfalt an Restaurants aufwarten wie Vancouver. Wer möchte, kann seinen Aufenthalt zu einer kulinarischen Reise um die Welt nutzen und sich jeden Tag die Küche eines anderen Landes schmecken lassen. Vancouver, Kanadas ”Perle am Pazifik”, ist eine kosmopolitische Stadt, in der Menschen aus allen Erdteilen und mit den verschiedensten Kulturen leben. Jede Nation ist mit eigenen Restaurants vertreten, und so kann man hier sehr gut italienisch, französisch, indisch, russisch oder auch deutsch essen. Am weitesten verbreitet ist die chinesische Küche, die nicht nur in Chinatown, sondern auch in allen übrigen Stadtteilen angeboten wird.
Durch die Nähe zum Meer serviert man eine große Auswahl leckerer, fangfrischer Meeresfrüchte. Aus dem nahe gelegenen Alberta kommen köstliche Steaks, die meist mit Folienkartoffel und Mais serviert werden, eine kanadische Delikatesse. Fast schon eine Institution ist der Brunch, mit dem die Bewohner Vancouvers zumindest am Wochenende den Tag beginnen. Er wird in den meisten Restaurants von 11 bis 14.30 Uhr angeboten und umfasst alles vom Omelett bis zum Räucherlachs. Mit der Pacific Northwest Cuisine entstand in den vergangenen Jahrzehnten ein neuer Trend, der mittlerweile immer beliebter wird: Kulinarische Einflüsse aus den unterschiedlichsten Erdteilen werden kombiniert und mit regionalen Zutaten zu neuartigen Gerichten verarbeitet.
Langeweile kommt in Vancouver nicht auf. Wem interessante Sehenswürdigkeiten und ein aufregendes Unterhaltungsprogramm nicht reichen, hat auch zahlreiche Möglichkeiten, um sich sportlich zu betätigen - das Angebot ist schier unendlich. Die Berge, das Wasser und die Parks in und um Vancouver locken natürlich zu Sportarten unter freiem Himmel. Man kann bergsteigen, wandern, Boot oder Kajak fahren. Die Berge locken Skifahrer, die reißenden Flüsse Wildwasserkanuten. Es gibt zahlreiche schöne Strände in der Umgebung, an denen man auch schwimmen kann. Westlich des Stadtzentrums liegen die schönsten Strandgebiete: der Kitsilano Beach und der Jericho Beach. Das Wasser des Pazifiks ist allerdings für lange Badeaufenthalte oft zu kalt. Dafür kann man hier aber surfen und segeln. Eine schöne Art, Vancouver und seine Umgebung zu erkunden, ist das Radfahren. Es gibt verschiedene ausgezeichnete Routen, wie etwa den zehn Kilometer langen Stanley Park Drive. Eine Alternative hierzu ist das Inline-Skating. Tennisspielern stehen zahlreiche Plätze zur Verfügung - öffentliche Tennisplätze sind das ganze Jahr über geöffnet und können meist kostenlos genutzt werden. In Vancouver und der näheren Umgebung gibt es außerdem mehrere hervorragende Golfplätze, die auch höchsten Ansprüchen genügen dürften.
Als größte Stadt weit und breit ist Vancouver ein wahres Unterhaltungsparadies. Die Perle Kanadas bietet jede Menge an Unterhaltung für jeden Geschmack, ob gemütliche Bars, große Discotheken oder niveauvolle Bühnen. Das größte Angebot an Abendunterhaltung findet man grundsätzlich Downtown, in Yaletown sowie im Westend um die Denman Street. Für mehr oder weniger ruhige Abende gibt es in Vancouver eine große Anzahl an Restaurants, Cafés, Bars und Pubs. Einige bieten am Wochenende Live-Unterhaltung, vor allem Musik. In den letzten Jahren nimmt die Beliebtheit von Sports Bars zu, in denen auf großen Bildschirmen Sportveranstaltungen gezeigt werden. Ein weiterer Trend sind Micro Breweries, die sich über ganz Nordamerika ausgebreitet haben. Dabei handelt es sich um kleine Brauereien, die in angeschlossenen Lokalen ihr selbstgebrautes, oft sehr schmackhaftes Bier ausschenken und dazu regionale Spezialitäten servieren. Neben solchen Lokalen gibt es zahlreiche Kinos, Jazz- und Bluesclubs sowie mehrere große Discos, in denen man jede Nacht zum Tag machen und zu aktueller Musik aller Art tanzen kann. Theaterliebhaber haben die Wahl zwischen zahlreichen Bühnen, auf denen von Comedy bis zu Weltklassetheater alles aufgeführt wird.
Vancouver ist in jeder Hinsicht das Zentrum Kanadas an der Pazifikküste. Dabei ist es eine verhältnismäßig junge Stadt, die erst vor wenigen Jahrzehnten ihr eigenes Selbstbewusstsein entdeckte und sich zur prächtigen Metropole mauserte. Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es dort, wo sich die Stadt heute ausbreitet, nichts weiter als riesige Douglasienwälder. Zwar entdeckte Captain George Vancouver die Mündung am Fraser River bereits 1792, die ersten Siedler ließen sich aber erst 70 Jahre später dort nieder. Aus dem Holzfällercamp mit Sägemühle und einem Saloon wuchs im Laufe der Zeit der Ort, der heute als schönste Stadt Kanadas gilt. Seit dieser Zeit haben sich Menschen aus allen Nationen hier niedergelassen. Die letzte Einwanderungswelle liegt erst wenige Jahre zurück: Vor der Übernahme von Hongkong durch China zogen zahlreiche Bewohner der einstigen britischen Kolonie hierher. Die Hafenanlagen erstrecken sich über 150 Kilometer und machen Vancouver zum wichtigsten Handelszentrum der kanadischen Westküste. Die Stadt profitiert heute vor allem von ihrer Vielfalt sowie dem Kulturen-Mix ihrer Bewohner. Vancouver präsentiert sich als dynamische Metropole, die Natur und Weltstadtflair, Kultur und jugendliche Frische vereint.







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