Spanien - Museen in Asturien
Februar 15, 2008 · Diesen Beitrag drucken
Nur knapp eine Autostunde von der Hauptstadt Kantabriens entfernt liegt das Fürstentum Asturien. Es hat für Touristen viel zu bieten, doch eine besondere Anziehungskraft birgt sicherlich die Umgebung des Nationalparks und Biosphärenreservats Picos de Europa in sich. Gipfel, Felsgrate, Bergsättel, steile Abhänge, Höhlen, Seen und Flüsse wechseln sich mit tiefen Schluchten und Canyons ab, die das Wasser in diese einzigartige Landschaft gegraben hat. Das Gebirge besteht aus drei unterschiedlichen Gebirgsmassiven, die von den Flüssen Sella, Cares, Duje und Deva begrenzt werden. Für Wanderungen eignet sich besonders das Westmassiv mit der 2.596 m hohen Peña Santa Castilla. Dort liegen auch die beiden berühmten Seen von Enol und Ercina sowie das Umweltdokumentationszentrum des Nationalparks “La Buferrera”. Dorthin gelangt man von Covadonga aus leicht über eine gewundene Straße in Richtung der beiden Seen. Dort ist auch der Ausgangspunkt einer Reihe von Routen, auch für ungeübte Wanderer.
Im dünn besiedelten Zentralmassiv erhebt sich mit 2.648 m der höchste Berg in ganz Nordspanien, die Torre Cerredo. Seine Grenze zum Westmassiv bildet der spektakuläre Hohlweg entlang des Flusses Cares. Bei der fünf- bis sechsstündigen Wanderung von Posada de Valdeón nach Poncebos durchquert man Schluchten, und Tunnels, kreuzt man Stauwehre. Das Dorf Bulnes ist Pflichtstation für Bergsteiger, die auf dem Weg zum Picu Urriellu oder Naranjo de Bulnes sind. Aufgrund der extremen Steilhänge gelten sie bei den Kletterern als höchste Herausforderung. Nicht nur die Natur in Asturien lohnt einen Besuch, sondern auch drei interessante Museen, die sich mit naturgeschichtlichlichen und gastronomischen Eigenheiten der Region befassen:
Museo Jurásico, La rasa de San Telma, Lastres (Colunga) - Ein Aufsehen erregendes Gebäude in Form eines Dinosaurierfußabdrucks mit drei Zehen beherbergt das Jura-Museum mit Blick auf Lastres und den Strand von la Griega, einer interessanten Fundstätte von Sauropoden-Spuren. Auf einer Ausstellungsfläche von 2.500 m² erfährt der Besucher alles über die verschiedenen Zeitalter der Erde und über die Lebensweise der Saurier, die die asturische Küste vor Millionen von Jahren bevölkerten.
Höhlenmuseum “Cabrales-Käse”, Arenas de Cabrales - Die Ausstellung in der Galerie einer Naturhöhle zeigt, wie früher und auch heute noch der würzige Blauschimmelkäse Cabrales hergestellt wird. In einer typischen Schäferhütte, die nachgebaut wurde, sind alle Werkzeuge zu sehen, mit der die traditionsreiche Käsemanufaktur betrieben wird. Der Cabrales-Käse wie auch der asturische Apfelwein Sidra sind die gastronomischen Verkaufsverschlager des Fürstentums, die auch eine eigene Herkunftsbezeichnung haben.
Museo de la Sidra, Nava - Beim Apfelweinmuseum ist die aktive Teilnahme der Besucher gefragt. Das interaktive Ausstellungskonzept vermittelt alles Wissenswerte über die Geschichte und Herstellung der Sidra. Verkostet werden muss der süß-saure Trank dann allein.
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